Candidose
Die meisten Frauen haben gelegentlich mit einer Pilzinfektion zu tun, die Candidose oder Soor genannt wird. Sie tritt häufiger bei geschwächtem Immunsystem und chronischem Stress auf. Außerdem kann sie nach der Einnahme von Antibiotika oder bei übermäßigem Zuckerkonsum entstehen.
Das Hauptziel der Ernährung besteht darin, das Wachstum von Hefezellen zu verhindern.
Was sollte man vermeiden
Zucker:
Zucker dient Hefezellen als Nahrung und ermöglicht ihnen, sich viel schneller zu vermehren – auch in der Vagina. Für eine schnelle Genesung ist es daher wichtig, Zucker und einfache Kohlenhydrate konsequent zu vermeiden. Besonders relevant ist dies bei Frauen mit Diabetes, da sie ein 63 % höheres Risiko für Soor haben.
Stärkehaltiges Gemüse:
Aus demselben Grund sollte man Kartoffeln, Rote Bete, Karotten und Mais reduzieren. Sie enthalten viel Stärke, die im Körper rasch in Glukose umgewandelt wird.
**Gluten:
**Vermeiden Sie Weizen, Roggen, Gerste und andere glutenhaltige Produkte. Es gibt Hinweise darauf, dass der Pilz Candida albicans Verbindungen bildet, die strukturell Gluten ähneln und dadurch Reaktionen auslösen können, die mit Zöliakie in Verbindung stehen.
Konserven und Geräuchertes:
Eingelegte Lebensmittel, Geräuchertes, Soßen und sehr scharfe Gerichte erhöhen die Säure im Magen-Darm-Trakt und schaffen günstige Bedingungen für das Wachstum von Candida. Außerdem enthalten diese Produkte häufig zugesetzten Zucker wie Glukose oder Maltose.
Bestimmte Getränke:
Während der Behandlung sollten Alkohol, Limonaden, Energydrinks, Milchshakes und süße Säfte vermieden werden.
Was sollte man essen
Mageres Eiweiß:
Am besten geeignet sind Eier, Geflügel ohne Haut, Fisch und Knochenbrühe.
Nicht-stärkehaltiges Gemüse und frucht mit wenig Zucker:
Zum Beispiel Brokkoli, Grünkohl, Auberginen, Tomaten sowie Zitronen, Limetten, Grapefruit und Äpfel.
Probiotika:
Sie erhöhen die Anzahl der nützlichen Bakterien im Darm und in der Vagina und verringern das Risiko eines Rückfalls. Gute Quellen sind fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kefir und Joghurt.
Endometriose
Endometriose ist eine hormonabhängige Erkrankung, die weltweit 10–15 % der Frauen im gebärfähigen Alter betrifft. Während der Behandlung sollte man Lebensmittel einschränken, die das hormonelle Gleichgewicht beeinflussen oder den Estradiolspiegel erhöhen können – ein Hormon, das die Durchblutung der Gebärmutter, das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut und die Produktion von Prostaglandinen stimuliert.
Was sollte man vermeiden
Verarbeitete Lebensmittel:
Fertiggerichte und Konserven fördern Entzündungen im Körper, da sie viel Fett, Salz und Zucker, aber wenig Ballaststoffe und wichtige Nährstoffe enthalten.
Rotes Fleisch:
Es erhöht den Östrogenspiegel im Blut, und Endometriose ist eine östrogenabhängige Erkrankung.
Frauen, die täglich mehr als zwei Portionen rotes Fleisch essen, haben ein 56 % höheres Risiko, eine Endometriose zu entwickeln als jene, die eine Portion oder weniger konsumieren.
Was sollte man essen
Omega-3-Fettsäuren:
Sie wirken entzündungshemmend und lindern Symptome der Endometriose. Reichhaltige Quellen sind Lachs, Sardinen, Thunfisch, Forelle, Walnüsse, Avocados, Chia- und Leinsamen.
Obst, Gemüse und Vollkornprodukte:
Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe helfen, den Östrogenspiegel zu senken und unterstützen so den Umgang mit Endometriose.
Eisenreiche Lebensmittel:
Da Endometriose oft starke Menstruationsblutungen verursacht, sollte man Lebensmittel mit hohem Eisengehalt aufnehmen, um einer Blutarmut vorzubeugen.
Milchprodukte:
Frauen, die ausreichend Milchprodukte konsumieren, haben in der Regel einen höheren Vitamin-D-Spiegel und ein geringeres Endometriose-Risiko.
Vitamine A, C und E:
Diese antioxidativen Vitamine schützen den Körper vor oxidativem Stress. Sie kommen reichlich in buntem Obst und Gemüse vor.
Curcumin ist ein besonders starkes Antioxidans. Es hemmt das Wachstum von Endometriumzellen, senkt die Estradiolproduktion und besitzt außerdem anti-tumorale, anti-mutagene, antivirale, antibiotische, antimykotische und entzündungshemmende Eigenschaften.